Die Silvesterknallerei ist ein schönes Spektakel für uns Zweibeiner. Für viele unserer vierbeinigen Freunde ist dies eher eine Tortour. Hunde und Katzen haben Angst bei lauten, insbesondere plötzlich auftretenden Geräuschen wie es bei Gewitter oder eben auch an Silvester der Fall ist. Unsere Haustiere haben ein wesentlich empfindlicheres Gehör als wir Menschen. Sie können ein deutlich größeres Frequenzspektrum wahrnehmen. Daher müssen in ihren Ohren diese Knallgeräusche noch erheblich unangenehmer klingen. Hunde zeigen ihre Angst durch Unruhe, Hecheln und die Verweigerung zum Spaziergang an. Katzen versuchen sich zu verkriechen. Es gibt durchaus Möglichkeiten, den Tieren diesen Tag zu erleichtern.
Zum Einen quartiert man wenn möglich das Tier im ruhigsten Raum der Wohnung bzw. des Hauses ein. Vielleicht ist auch ein Kellerraum geeignet. Die Fenster sollten abgedunkelt sein. Das plötzliche Aufleuchten der Feuerwerkskörper ängstigt die Tiere. Der letzte Gassigang sollte in noch ruhiger Zeit erfolgen. Viele Tier verweigern in Stresssituationen das Futter. Keine Sorge: Sobald wieder Ruhe eingekehrt ist, fressen die Tiere wieder.
Für sehr ängstliche, gar panisch reagierende Tiere empfiehlt sich tierärztliche Hilfe. Ihre Tierarztpraxis berät Sie über die medikamentösen Möglichkeiten. Zur sanften Beruhigung im Sinne einer besseren Ausgeglichenheit sind Tabletten oder Tropfen aus dem pflanzlichen oder mineralischen Bereich hilfreich. Bachblüten finden dabei häufig Einsatz. Hierbei sollte die Medikamentengabe ruhig schon 2-3 Tage vor der Stresssituationen begonnen werden. Bei manchen Tieren reicht diese sanfte Beruhigung aber nicht aus. Dann können Beruhigungstabletten Abhilfe schaffen. Da sowohl Dosiermenge als auch der Zeitpunkt des Wirkungseintrittes individuell stark schwanken kann, wäre ein Ausprobieren bei einer anderen Stresssituation wie z.B. Gewitter angebracht. Silvester sollte die erste Gabe in der noch ruhigen Zeit z.B. nachmittags erfolgen. Ggf. können Sie nach einigen Stunden eine erneute Tablettengabe erwägen, wenn die Knallerei oder der Stress anhält und die Wirkung nachlässt.
Der Einsatz von Beruhigungsmedikamenten sollte immer mit Ihrem Tierarzt/Tierärztin abgesprochen werden, da auch die individuelle Krankengeschichte in Bezug auf Verträglichkeit berücksichtigt werden muss.